Meditationszentrum Dürergasse - Die VIPASSANA-MEDITATION

Was bedeutet Vipassana-Meditation?

Die Vipassana-Meditation wird als Klarblicks- bzw. Einsichtsmeditation bezeichnet. Hierbei geht es um die Geistesentfaltung, Geistesentwicklung und die daraus resultierende Weisheit. Weisheit im Unterschied zu Wissen, das erlernbar ist.

Dabei kommt der fokussierten Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, dem bewussten Wahrnehmen (engl. "awareness, mindfulness") eine außerordentliche Rolle zu.

Worauf sollte die Aufmerksamkeit gerichtet sein?
Auf das bewusste Wahrnehmen der körperlich-geistigen Prozesse. Das Ziel dabei ist, diese Prozesse in ihrer Charakteristika, Funktion, Natur so zu sehen wie sie sind, ohne Bewertung, Kommentar, Analyse, Rechtfertigung ("choiceless awareness - J. Krishnamurti) und sie als das zu sehen, was sie sind.

Dazu gehört zu lernen, den Unterschied zwischen einem körperlichen und einem geistigen Prozeß zu erkennen, andererseits den Zusammenhang zwischen den beiden zu sehen. So aufmerksam zu sein, dass ein Gedanke von Anfang bis Ende beobachtet werden kann ohne darin involviert zu sein und zu verstehen, wodurch dieser Gedanke hervorgerufen wurde. Das ist Achtsamkeit.

Die richtige Methode
Wenn man meditiert, sollte man mit Methode meditieren, nur die richtige Methode kann Einsichten ("Insights") hervorbringen (Mahasi Sayadaw- Fundamentals of Vip.Med.).

Was ist das Kennzeichen einer guten Methode?
Eine effiziente Methode sollte zeigen, daß alle körperlichen und geistigen Phänomene dem Wechsel und Wandel unterworfen sind, keine wirkliche Substanz besitzen und dadurch als unzufriedenstellend und frustrierend erlebt werden können.

Die im VIPASSANA-MEDITATIONSZENTRUM DÜRERGASSE praktizierte Methode ist jener von MAHASI SAYADAW/Burma ähnlich, basiert aber auf der Lehrweise von PHRA MAHA DHAMMADHIRARAJAMAHAMUNI/Thailand, wie sie von AJAHN GEORGE verstanden und unterrichtet wurde. Achtsames Gehen und Sitzen bilden eine Meditationseinheit. Dabei wird der Fokus primär auf den Körper gerichtet, sekundär auf den "mind". Beim achtsamen Gehen werden die einzelnen Schritte, das Stehen, Drehen usw. bewusst wahrgenommen und von Moment zu Moment benannt. Beim achtsamen Sitzen wird das Heben und Senken der Bauchdecke beobachtet und benannt. Gedanken, Gefühle, Sensationen wie das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken werden ebenfalls achtsam wahrgenommen und benannt. Das Benennen erfolgt innerlich, es hilft, die Aktivität des "minds" zu unterbrechen, das jeweilige Geschehen "beim Namen zu nennen" und dadurch bewusst zu machen.

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